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Essen auf Rädern - K.O. Kriterium für Dawar el Omda
Das Dawar el omda ist zentral in El Gouna gelegen und im Dezember wunderbar ruhig. Nach der Renovierung 2006 ist der Außenanstrich hell, nicht wie in allen Katalogen rotbraun, die Terrassenbar gibt es nicht mehr oben auf dem Dach, dies ist jetzt Zimmer 100, leider. Einkaufsmöglichkeiten für Wasser sind in der Nähe (ägypt. Marke 2 Pfund für 1, 5 L). Benutzt man den Hinterausgang und nimmt den Weg Richtung Hauptplatz kommt man an einem Alkoholgeschäft vorbei, Werbeaufschrift HEINEKEN. Dort sind Bier und Wein sehr günstig; dies für alle HP Gäste.
Die Zimmerausstattung und das Bad entsprechen der Kategorie des Hotels, zweckmäßig, für äyptische Verhältnisse auch ordentlich gereinigt, Duschvorhang ziemlich eklig.
Das Personal ist bemüht und über weite Strecken freundlich.
Die Fahrt mit dem Motorboot vom Sultan Bey zum Zeytona Beach klappte vorbildlich. Die Gäste allesamt ruhig, international und ohne ehemaligen Ostblock; sehr angenehm.
Jetzt die K. O. Kriterien, die ein ansich gemütliches und stilvolles Hotel ins absolute Negativum bringen.
Das Hotel kocht nicht selbst; steht nirgends! Das Darwar el omda, das Captains Inn, das Ali Pascha, das Turtels Inn und das Arena Inn werden vom Steigenberger beliefert, das heißt, das Essen ist nie frisch!!! Das sieht man leider auch und mir ist in diesem Hotel jeglicher Hunger und Appetit vergangen. Das Büfett ist überschaubar, es muss keine Masse sein, wenn ein oder 2 Gerichte gut schmecken - dies war für micht nicht der Fall. Von orientalischen süßen Köstlichkeiten konnte keine Rede sein, stattdessen Buttercremetorten, Donats und billige trockene Kuchen. Rohes Gemüse aß ich keines, da ich mich konsequent als Orientreisende an die Regel halte "Schälen, kochen oder sein lassen". Das Frühstück ging noch am ehesten, obwohl ich auch dort nur den ägyptischen Weißkäse und die Käsecreme gegessen habe, der Schnittkäse war z. T. so alt und abgestanden, dass die Ränder bereits braun waren und leichter Schimmelansatz zu erkennen war. In dieser Küche kommt einfach nichts um, erst wird es gegrillt und die Reste am nexten Tag gekocht. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass das Mittagessen, der Abfall vom Abend aus dem Steigenberger war. Das Showcocking bestand u. a. aus Nudeln mit Tomatensoße.
Das Weihnachtsdinner war sehr ordentlich mit verschiedenen Fisch- und Fleischgerichten, sehr viel frischem Obst und Kuchen. Selbst das äyptische Abendessen im Dawar war eher Durchschnitt. Ich habe mir die Küche angeschaut, das mache ich in allen Hotels, es war in Ordnung, da wußte ich noch nicht, dass das Essen auf Rädern kommt.
Die neue Managerin schien mir die Gewinnmaximierung bis zum letzten Piaster ausgereizt zu haben. AI Gäste mussten bis zum 23. 12. abends draußen in der Kälte an der Poolbar stehen, weil die innere Bar nur für die HP Gäste reserviert war, die natürlich keiner nutzte. Erst nach massiven Beschwerden der Gäste wurde die Innenbar für die AI Gäste geöffnet. Dies wurde nicht offiziell bekanntgegeben, sondern nur per Buschfunk. Manch ein Gast wußte es am 28. 12. noch nicht, dass das Bierchen auch innen getrunken werden konnte.
eigentlich ein Skandal, wenn man für eine Woche 957, 00€ bezahlt hat.
AI bekam generell den Tag über in Plastikbechern ausgeschenkt, während HP Gäste alles aus Gläsern bekamen.
Der Rotwein kam aus großen Tetrapacks per Schlach in die Gläser, also alles billigster Qualität.
Die Rezeption war im Grunde nicht kompetent bei Fragen in und um El Gouna. Kurz vor der Abreise fand ich im Foyer bei den Ordnern der Reiseveranstalter einen braunen Hefter, der alle Events und Dine around Programme der Hotels für den jeweiligen Monat zusammengefaßt hatte.
Hochklassig vom Geschmack und der Qualität waren das orientalische Büfett und das Restaurant 1001 (auch ägyptisches Essen) im Sheraton im Rahmen des Dine around Programmes!!!
Auch das Äyptische Büfett im Sultan Bey (kochen selbst) war qualitativ und geschmacklich besser als im Dawar.
Tipp: Als wunderbar und erholsam empfand ich die Spazierwanderungen durch alle Lagunen, z. T. durch die kleinen Wege der Villensiedlungen (Bauweise, verschiedene Architektur, Begrünung der Gärten).
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